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Historischer Stadtrundgang

Weimars Marktplatz wurde um 1400 als Turnierhof für Reiterfestspiele angelegt. Im 16. Jahrhundert wurde der Platz erstmals gepflastert und mit Bauten der Renaissance umgeben. Das Äußere des nunmehrigen Marktplatzes änderte sich zweimal gravierend - einmal 1837, als das alte Rathaus abbrannte. An seiner Stelle wurde das heutige Rathaus im neogotischen Stil erbaut, in dessen Turm ein Glockenspiel aus Meißner Porzellan schlägt. Die schlimmste Veränderung erfuhr der Markt während des II. Weltkrieges - die gesamte Nordseite wurde in Schutt und Asche gelegt. Heute präsentiert sich diese Seite als Gemisch von historisch nachempfundener Bausubstanz (z.B. die ehemalige Hofapotheke mit dem zierlichen Erker) und Gebäuden mit modernen Gestaltungselementen. Völlig zerstört war auch das 1547 erbaute Stadthaus. Zur Goethezeit fanden hier Konzerte, Vorträge und gesellige Veranstaltungen statt. Im Kellergewölbe des 1970/71 wiederaufgebauten Hauses ist der Ratskeller der Stadt untergebracht. Das angrenzende Cranachhaus wurde 1547/49 errichtet. Hier nahm Lucas Cranach d.Ä. bei seinem Schwiegersohn - dem Kanzler Ch. Brück - Wohnung, als er 1552 mit Johann Friedrich dem Großmütigen aus der Gefangenschaft nach der verlorenen Schlacht bei Mühlberg zurückkehrte. 79-jährig richtete sich Cranach seine “Malerstube“ ein, hier begann er die Arbeit an dem berühmten Altarbild für die Stadtkirche, und hier ist er am 16. Oktober 1553 gestorben. Der den Platz zierende Neptun des gleichnamigen Brunnens ist bereits die zweite Kopie des 1774 von M.G. Klauer (bedeutendster Bildhauer des klassischen Weimar) geschaffenen Originals. Einer der Gastwirte des “Schwarzen Bären“ - vermutlich Weimars ältester noch bestehender Gasthof - begründete 1696 im Nachbarhaus den Gasthof “Zum Elephanten“. Das Hotel 'Elephant' ist das traditionsreichste Hotel der Stadt. In klassischer Zeit war es das “Vorzimmer zu Weimars lebender Walhalla“ - wie es der österreicher Grillparzer ausdrückte. Mit seinem Roman “Lotte in Weimar“ setzte Thomas Mann dem “Elephanten“ ein literarisches Denkmal. Sein heutiges Äußeres erhielt das Hotel in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Direkt neben dem “Elephanten“ stand der nicht mehr existierende Gasthof “Zum Erbprinzen“. Berühmte Durchreisende wie Napoleon, Paganini, C.M. von Weber, F. Mendelssohn-Bartholdy, F. Liszt, R. Wagner u.a. nahmen hier Quartier. Als das Hotel 1803 erweitert wurde, mußte das Haus weichen, in dem J. S. Bach mit seiner Familie in den Jahren 1708-1717 gelebt hat. Eine Gedenktafel erinnert an ihn und die in Weimar geborenen Bachsöhne Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel. Den wirkungsvollen Abschluß des Marktplatzes und gleichzeitig eine überleitung zum Platz der Demokratie bildet das Rote Schloß - 1574/76 als Witwensitz der Herzogin Dorothea Susanna gebaut. Bemerkenswert an dem eher schlichten Gebäude sind die drei Renaissance-Giebel und das prächtige Portal mit der Wappentafel. Das Schloß war Bachs Wirkungsstätte in seiner ersten Weimarer Zeit von 1702 bis 1703; die erste belegte Anstellung erhielt Bach als Hofgeiger. Von 1781 bis 1807 nahm der Bau Rotes Schloss die von Goethe und Bertuch gegründete “Freie Zeichenschule“ auf. Goethe hat in der Zeichenschule Vorlesungen über Anatomie gehalten.

Der Platz der Demokratie - ehemals Fürstenplatz - ist umgeben von ehemaligen Schlössern und somit baulicher Ausdruck der einstigen Hof- und Residenzstadt. In der Mitte dieses Platzes erhebt sich das Carl-August-Denkmal des Herzogs Carl August - Förderer und Freund Goethes. Wärend seiner 53jährigen Regierungszeit wurde Weimar zum Ilm-Athen, zum geistigen Mittelpunkt Deutschlands. Den repräsentativen Hintergrund für Carl August bildet die Hochschule für Musik 'Franz Liszt'. Das Gebäude wurde 1770/74 für die Landstände errichtet. Nach dem Schloßbrand 1774 übersiedelte die herzogliche Familie in das gerade fertiggestellte Gebäude - damit wurde das “Landschaftshaus“ zum “Fürstenhaus“. Erst im Jahre 1803 konnte die neue Schloßanlage - die sogenannte Carlsburg - bezogen werden. In Blickrichtung von Roß und Reiter findet sich am unteren Ende des Platzes ein Gelbes Schloss. In dessen unmittelbarer Nachbarschaft präsentiert sich die Anlage vom Residenzschloss. Die zum Park hin zunächst offene Dreiflügelanlage wurde 1913/14 durch einen Verbindungstrakt geschlossen. Dieser Südflügel ist Sitz der Stiftung Weimarer Klassik. Die drei ursprünglichen Flügel beherbergen seit 1923 die Kunstsammlungen zu Weimar. Das Schloß ist nicht nur ein bedeutsames Baudokument, sondern sichtbarer Ausdruck der sehr wechselvollen, über tausendjährigen Geschichte Weimars. Es ist heute ein Gemisch von Bauwerken unterschiedlicher Stilepochen. Das älteste Gebäude am Platz der Demokratie besaß einst Arkaden, die zur Parkseite hin grün gestrichen waren. Die Mutter Carl Augusts, Anna Amalia, ließ das heute unter dem Namen Herzogin Anna Amalia Bibliothek bekannte Gebäude aus dem 16. Jh. in den Jahren 1761/66 zur Bibliothek umfunktionieren und machte sie der Öffentlichkeit zugänglich. 1797 übernahm Goethe die Leitung dieser Bibliothek und führte sie bis zu seinem Tode. Unter ihm wurden die Buchbestände entscheidend vergrößert. Als die Räume nicht mehr ausreichten, wurde rechts daneben ein Erweiterungsbau errichtet; 1821 wurde der dicke “Altan an der Ilm“ einbezogen - ein Turm der ehemaligen Stadtbefestigung - und schließlich wurde das Grüne Schloss links um zwei Fensterachsen verbreitert. Zum Bestand der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek zählen heute ca. 950.000 Bände. Als Prunkstück des Gebäudes gilt der ovale Rokokosaal, der sich über drei Etagen erstreckt.

Die Nachlässe Goethes und Schillers sowie fast aller deutschen Dichter des 18. Und 19. Jahrhunderts befinden sich im 1896 errichteten Goethe-Schiller-Archiv. Auf dem Weg dahin passiert man den Marstall und das Musäushaus mit der Albert-Schweitzer-Gedenkstätte. Auf der Rückseite des ehemaligen Fürstenhauses erhebt sich ein Fächerblattbaum - ein Ginkgo biloba. Sein zweigeteiltes Blatt war für Goethe ein Symbol der Liebe zwischen Mann und Frau. “Eins und doch doppelt“, so hat er in seinen Anblick versunken gesagt und ein Gedicht über “dieses Baums Blatt“ verfaßt. Genau gegenüber dem Parkeingang steht das Haus der Frau von Stein - Goethes Freundin der ersten zehn Weimarer Jahre. 1773 zunächst als Pferdestall für die herzoglichen Husaren gebaut, wurden dann in den oberen Etagen Wohnräume eingerichtet. 1777 zog der Oberstallmeister Josias Freiherr von Stein mit seiner Frau Charlotte und den Kindern hier ein.

Der Park an der Ilm ist ein bedeutsamer Teil der Weimarer Stadtgeschichte und -kultur. Man sagt, er sei Goethes lebendigste Schöpfung, die sich alle Jahre neu verjüngt. über die Felsentreppe, das “Nadelöhr“ und die “Naturbrücke“ erreicht man das andere Ufer der Ilm und Goethes Gartenhaus. Im April 1776 nahm Goethe ein Weinberghaus aus dem 17. Jh. und einen verwilderten Berghang in Besitz - ein Geschenk des Herzogs, um ihn an Weimar zu binden. Hier wohnte er sechs Jahre. 1782 nahm er im Haus am Frauenplan Quartier. Doch auch danach diente ihm sein Gartenhaus als Zufluchtsort, wo er sich “von Aktenstaub und Hofdunst reinbaden“ konnte. Nach und nach wurde das Gebiet an der Ilm mitgestaltet und so entstand im Verlauf von 50 Jahren auf Betreiben Goethes und angeregt durch den Wörlitzer Park bei Dessau (Dessauer Stein) ein englischer Landschaftspark. 1778 verfaßte Goethe zum Namenstag der Herzogin Luise ein scherzhaftes Mönchsspiel und ließ einen mit Baumrinde umkleideten Holzbau als szenische Kulisse errichten. Dieses Borkenhäuschen wurde später C. Augusts Lieblingsaufenthaltsort, ehe er sich seine Sommerwohnung (Römisches Haus) bauen ließ. Das 1797 fertiggestellte Gebäude mit Säulen und antikem Giebel gilt als Kleinod klassizistischer Baukunst. Oberhalb des Borkenhäuschens befindet sich das Shakespeare-Denkmal - 1904 von O. Lessing im Auftrage der 1864 in Weimar gegründeten Shakespeare-Gesellschaft geschaffen. Unweit des Denkmals findet man den Schlangenstein mit der Inschrift “Genio huius loci“. Den malerischen Hintergrund für Shakespeare bildet die Künstliche Ruine. Der gemauerte Kugelfang der Büchsenschützen wurde 1784 durch den Einbau von Teilen des abgebrannten Schlosses und abgerissener Bürgerhäuser in eine romantische Burgruine verwandelt. Die Tempelherrenhausruine jedoch ist echt. Das von der Hofgesellschaft gegen Ende des 18. Jh.s als Teesalon genutzte Bauwerk wurde am 9. Februar 1945 bei einem Fliegerangriff zerstört. Die Parkhöhle geht sowohl auf das Bestreben der Hofgesellschaft zurück, eigenes Bier zu produzieren und zu lagern als auch auf den Abbau von Travertin. Im Liszt-Haus (unweit davon das Liszt-Denkmal) - 1798 ursprünglich als Wohnung des Hofgärtners gebaut- verbrachte Franz Liszt die Sommermonate seiner zweiten Weimarer Zeit von 1869 bis zu seinem Tode 1886. Liszt hatte bereits 1848-61 in der Altenburg gelebt und durch sein Wirken als Kapellmeister Weimar zu einem Zentrum des europäischen Musiklebens gemacht.

Der Belgier Henry van de Velde schuf 1904/1911 den Komplex für die 1860 gegründete Großherzoglich-Sächsische Kunstschule und die von ihm selbst 1907 gegründete Kunstgewerbeschule - beide 1919 von Walter Gropius zum Staatlichen Bauhaus vereint - heute die Bauhaus Universität. Entsprechend der Forderung “Kunst und Technik eine neue Einheit“ beschritt man neue Wege in der Architektur (Haus am Horn) und Produktgestaltung. Der Widerstand politisch-reaktionärer Kreise erzwang 1925 die übersiedlung des Bauhauses nach Dessau.

Auf dem 1818 eröffneten Historische Friedhof führt eine Lindenallee vorbei an der Gedächtnishalle für die Gefallenen von 1914/18 direkt zur Fürstengruft. Carl August ließ das klassizistische Mausoleum 1825 für die Mitglieder der herzoglichen Familie errichten. Seinem Wunsche entsprechend fanden auch Goethe und Schiller hier ihre letzte Ruhestätte. Für die im Jahre 1859 verstorbene Großherzogin Maria Pawlowna - Schwiegertochter C.A.s und Tochter des russischen Zaren Pawel I.- wurde unmittelbar an die bestehende Fürstengruft eine russisch-orthodoxe Grabkapelle angebaut.

Der Weg zurück in die Innenstadt führt am Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens vorbei zum Wieland-Denkmal am gleichnamigen Platz; 1857 geschaffen von Hans Gasser. Ch. M. Wieland wurde 1772 von Anna Amalia als Erzieher ihrer beiden Söhne nach Weimar berufen und bereitete jenen liberalen Boden in der Denkweise C. Augusts, auf dem Goethe aufbauen konnte. Die Vulpiushäuser tragen den Namen jener Familie, der sich Goethe durch seine Heirat mit Christiane so nahe verband. Sie grenzen südlich an Goethes Wohnhaus am Frauenplan. Dieser Platz erhielt seinen Namen von der mittelalterlichen Kapelle “Zu unser lieben Frauen“. Das langgestreckte, repräsentative Bürgerhaus am Platz - das Goethehaus - wurde 1709 von dem Großkaufmann Helmershausen erbaut. Von kleinen Unterbrechungen abgesehen, bewohnte es der Dichter, Staatsmann, Forscher und Kunstsammler Goethe von 1782, zunächst als Mieter, später als Eigentümer, bis zu seinem Tode am 22. März 1832. Als 1885 der letzte Nachkomme Goethes starb, gingen Gebäude, Mobiliar und Goethes Sammlungen in den Besitz des Staates über. 1886 wurde das Haus erstmalig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Durch zwei Anbauten an das Goethehaus 1913/14 und 1933/35 entstand das Goethemuseum.Das älteste Haus am Frauenplan ist das Gasthaus zum Weißen Schwan. Goethe brachte gern seine Gäste hier unter. “Der weiße Schwan begrüßt Dich jederzeit mit offenen Flügeln“ - schrieb er 1827 an seinen Freund Zelter. Im Haus nebenan wohnte Friedrich Schiller von 1787 bis 1789. Als er das erste Mal nach Weimar gekommen war, um Goethe endlich persönlich kennenzulernen, weilte jener in Italien. F. Schiller entschloß sich zu warten. Doch die Begegnung mit Goethe brachte zunächst keine Annäherung, so daß er als Professor an die Universität nach Jena ging und erst 10 Jahre später zurückkehrte.

Das Schillerhaus, das er dann von 1802 bis zu seinem Tode bewohnte, befindet sich in der danach benannten Schillerstraße, Weimars Fußgängerzone. Das 1777 erbaute Haus, das Schiller für 4200 Taler erwarb, ist das älteste Gebäude dieser Straße. Obwohl ihn dieser Kauf finanziell stark belastete, war er glücklich: er hatte sich so einen lang gehegten Wunsch erfüllt - endlich ein eigenes Haus für sich und seine Familie. Leider konnte es Schiller nur drei Jahre genießen. Mitten in der Arbeit an seinem Werk “Demetrius“ starb er am 9. Mai 1805. Nach dem Tode seiner Frau Charlotte 1826 wurde das Haus zunächst verkauft; 1847 ging es in Besitz der Stadt über und wurde als Erinnerungsstätte gestaltet.

Den Übergang von der Schillerstraße zum Theaterplatz vermittelt das Wittumspalais. Nach dem Brand des Residenzschlosses im Jahre 1774 erwarb die Herzogin Anna Amalia das Anwesen als Witwensitz. Ihre Tafelrunde und die von Goethe 1791 ins Leben gerufene “Freitagsgesellschaft“ verkörperten sichtbar den aufgeklärten, humanistischen Geist der Weimarer Klassik. Deutsches Nationaltheater und das Goethe-und-Schiller-Denkmal dominieren den Theaterplatz. Das heutige Theater ist bereits der dritte Bau an gleicher Stelle. Das 1779 errichtete Komödienhaus wurde 26 Jahre lang von Goethe geleitet. 1825 brannte es ab. Das neue Hoftheater mußte 1907 einem größeren Neubau weichen, der 1919 zum Deutschen Nationaltheater ausgerufen wurde. Hier tagte auch die Deutsche Nationalversammlung, die sich am 11. August 1919 ihre “Weimarer Verfassung“ gab. Das von Ernst Rietschel geschaffene und 1857 eingeweihte Goethe-und Schiller-Denkmal ist das Wahrzeichen Weimars. Unmittelbar dem Theater gegenüber: auf dem Boden vom Ehem. Franziskanerkloster befindet sich das Bauhaus-Museum, das Ehem. Kulissenhaus.

Ebenfalls klassizistisch präsentiert sich das Hotel 'Russischer Hof', dessen Name sich aus den familiären Bindungen des Fürstenhauses zur russischen Zarenfamille ableitet. Ursprünglich als Poststation 1804 eröffnet, war das Haus in nachklassischer Zeit ein beliebter Treffpunkt von Gelehrten und Künstlern. Der zierliche Bau gegenüber wurde von der Großherzogin Maria Pawlowna in Auftrag gegeben und auch finanziert: Die Nachbildung des Nike-Tempels (Ehem. Lesemuseum) auf der Akropolis in Athen ließ sie für die 1830 gegründete Lesegesellschaft bauen. Das Gebäude im spätklassizistischen Stil nebenan (Ehem. 'Erholung') wurde für die Gesellschaft “Ressource“ errichtet. 1864 wurde in diesem Haus die Shakespeare-Gesellschaft ins Leben gerufen.

Die U-förmige Anlage der Ehem. Bürgerschule wurde 1825 nach dreijähriger Bauzeit eingeweiht. Sie war damals die modernste Schule Weimars und trug entscheidend zur Verbesserung des Volksschulwesens bei. Heute ist hier die Städtische Musikschule “O. Gerster“ untergebracht. Daran an schließt sich die fünfgliedrige Fassade des Bertuchhauses. F. J. Bertuch - “der Allerweltskerl von Weimar“ - zählte im klassischen Weimar zu den interessantesten und vielseitigsten Persönlichkeiten. Bertuchs Geschäfts- und Wohnhaus beherbergt seit 1955 das Stadtmuseum .

Auf dem Weg zum Hauptbahnhof passiert man das ehemalige Gauforum - ebenso wie das 10 km entfernte ehemalige Konzentrationslager Buchenwald - Zeugnis der Schattenseite Weimars. Das sich anschließende Neues Museum zeigt Ausstellungen moderner Kunst.

Der Jakobskirchhof ist die älteste erhaltene Begräbnisstätte der Stadt. Viele bedeutende Persönlichkeiten der vorklassischen Zeit Weimars wurden hier bestattet. Auch das Kassengewölbe, die erste Grabstätte Schillers, befindet sich hier. Seine Gebeine wurden 1827 exhumiert und später in die fürstliche Gruft überführt. In der Sakristei der Jakobskirche wurde Goethe am 19. Oktober 1806 mit Christiane Vulpius getraut. Als im 13. Jh. eine zusammenhängende Stadtmauer entstand, blieb diese Kirche außerhalb der Stadtmauern.

Intra muros lag die 1257 erstmalig erwähnte Stadtkirche St. Peter und Paul, auch 'Herderkirche' genannt, weil J. G. Herder von 1776 bis zu seinem Tode im Jahre 1803 hier als Generalsuperintendent wirkte. Sie ist auch seine letzte Ruhestätte. Der Platz vor der Kirche wurde nach der Errichtung des Herderdenkmals im Jahre 1850 ebenfalls nach ihm benannt. Eine Gedenktafel kennzeichnet Herders Amtswohnung unmittelbar hinter der Kirche. Ganz in der Nähe der Stadtkirche befindet sich das Kirms-Krackow-Haus. Das Haus galt als geselliger Mittelpunkt der Stadt und vermittelt heute einen Eindruck von der Wohnkultur und dem Lebensstil des gehobenen Bürgertums im klassischen Weimar.
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