Der Name des 1565 erbauten Schlösschens geht auf die zur Parkseite hin einst grün gestrichenen Arkaden zurück. Herzogin Anna Amalia ließ es 1761-66 als herzogliche Bibliothek im Spätbarock umbauen; dabei entstand der ovale Rokokosaal, der als Prunkstück der Bibliothek auf drei Stockwerken Büsten, Gemälde, Globen, seltene Manuskripte, Bücher und Handschriften beherbergt. Unter der Oberaufsicht Goethes verdoppelte sich der Bestand bis 1832 auf 130.000 Bände - die Bibliothek zählte zu den größten ihrer Art in Deutschland. 1821 wurde einer der beiden verbliebenen Türme der ehemaligen Stadtbefestigung angegliedert. Heute beherbergt die Bibliothek etwa 1 Million Bände, darunter mittelalterliche Handschriften, seltene Drucke der Reformations- und Barockzeit, wertvolle Literatur der Aufklärung, Klassik und Romantik, umfangreiche Sammlungen von Zeitschriften und Almanachen, eine „Faust“-Sammlung mit mehr als 13.000 Bänden, eine 10.500 Bände umfassende Shakespeare-Bibliothek sowie die persönlichen Bibliotheken von Franz Liszt und Friedrich Nietzsche.
zurück