Zweigeschossiges Gebäude nach barocken Formprinzipien, das 1770 von Anton Georg Hauptmann erbaut wurde. Im westlichen Obergeschoss lebte Charlotte von Stein von 1776 bis zu ihrem Tode 50 Jahre später, zunächst mit ihrem Ehemann Oberstallmeister Josias Freiherr von Stein und drei Kindern. Die literatur- und kunstinteressierte Freundin und Vertraute Goethes der ersten zehn Weimarer Jahre tauschte Gedanken über Dichtung, Naturwissenschaft und Politik mit ihm aus. Er schrieb an sie allein 1.700 „Zettelgen“. Im Erdgeschoss befanden sich bis 1794 die Pferdeställe der herzoglichen Husaren; später Gesellschaftsräume und ein von der russischen Zarentocher Maria Pawlowna 1804 als russisch-orthodoxe Kirche eingerichteter Raum.
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