An dieser Stelle stand bereits Ende des 10. Jhs. ein Wasserschloss, das als Ausgangspunkt für die spätere städtische Siedlung diente. Insgesamt brannte das Schloss drei Mal nieder: 1424, 1618 und 1774. Nur der aus dem 12. Jh. stammende untere Teil des Schlossturms hat alle Brände überstanden und ist das älteste, heute noch erhaltene Bauwerk der Stadt. Das bestehende Schloss wurde ab 1789 zunächst als Dreiflügelanlage erbaut; 1914 machte ein neobarocker Querbau an der Südseite das Schloss zu einer Vierflügelanlage. Besondere Glanzpunkte im Inneren: das Treppenhaus, der Festsaal und die Falkengalerie von Heinrich Gentz, die zu den bedeutendsten Raumschöpfungen Deutschlands zählen. 1919 diente das Schloss als zeitweilige Unterkunft für die Abgeordneten der Nationalversammlung. Seit 1923 wird es vorwiegend museal genutzt und beherbergt die Kunstsammlungen zu Weimar: in mehr als 70 Räumen kann man Kunstgegenstände aus sechs Jahrhunderten bewundern, u.a. Kunst des Mittelalters, der Renaissance und Romantik, niederländische Kunst, Gemälde und Skulpturen des 19. Jhs. und die Weimarer Malerschule.
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